Therapeutisches Management

Beatmungspflichtige Rehabilitanden

Schwere beatmungspflichtige respiratorische Insuffizienz kann aus einer COPD mit vorbestehender Partialinsuffizienz nach Infektexazerbation, schweren neurologischen Grunderkrankungen einschließlich Schädel-Hirn-Trauma mit erforderlicher Langzeitbeatmung oder auch einer respiratorischen Dekompensation von Rehabilitanden mit primär bestehender Spontanatmung und schwerer Grunderkrankung bzw. traumatischen Schädigung jeder Art resultieren.

Neben der rehabilitativen Behandlung der Grunderkrankung ist die Entwöhnung von der maschinellen Beatmung primäres Therapieziel. Dazu werden alle modernen Beatmungsverfahren mit den gängigen intensivmedizinischen Beatmungsgeräten eingesetzt. Auch sog. Heimbeatmungsgeräte mit differenzierter Beatmungstechnik kommen zur Anwendung.

Besondere Bedeutung kommt dem Airway-Management sowie einer dezidierten Therapie der Begleiterkrankungen zu. Die Behandlung von Beatmungspatienten setzt fundierte Kenntnisse in der Erkennung und Behandlung von pulmonalen Komplikationen jeder Art voraus.

Primäre diagnostische Hilfsmittel sind dabei (neben der täglichen klinischen Beurteilung und Untersuchung):

  • Die regelmässige Durchführung von Blutgasanalysen (auch zur Beurteilung des Stoffwechsels)
  • Radiologische Diagnostik: Rö-Thorax als Routine nach Indikation, evtl. erweitert durch CT, wobei die Röntgenuntersuchung in der Einrichtung durchgeführt werden kann
  • Bakteriologische Diagnostik zur kalkulierten antibiotischen Therapie
  • Evtl. erweiterte hämodynamische Untersuchungen (einschl. Pulmonaliskatheter) zur Beurteilung von funktionellen respiratorischen Störungen und der Ableitung einer Therapie

Bei den uns betreffenden Rehabilitanden mit neurologischen Schwersterkrankungen handelt es sich um Bilder, die nach der gültigen Klassifizierung der Phase B oder F zuzuordnen sind. Prinzipiell liegen folgende Erkrankungen zugrunde:

  • Z.n. schwerem SHT mit Kontusion und/oder intracerebraler Blutung
  • Z.n. intracerebraler Blutung jeder Genese
  • Z.n. cardiopulmonaler Reanimation bei kardiologischer Grunderkrankung
  • Z.n. hypoxischem Geschehen jeder Genese

Die übrigen Phase-B-Rehabilitanden rekrutieren sich vor allem aus traumatologischen und/oder operativen Fällen, die noch beatmungspflichtig sind und einer rehabilitativen Therapie bedürfen.

Begleiterkrankungen resultieren beispielsweise aus respiratorischer Instabilität mit erforderlicher Beatmung oder assistierten Spontanatmungsverfahren, Stoffwechselinstabilität und problematischer Ernährungstherapie, vegetativer Instabilität mit besonderem Überwachungsaufwand oder vorbestehenden allgemeinen internistischen oder sonstigen Krankheitsbildern.

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