Aufnahmekriterien

Auch wenn die rehabilitative Therapie grundsätzlich im Vordergrund steht, gelten für die weitere  Behandlung die gleichen Grundsätze wie im Akutkrankenhaus.

Technologisch-organisatorisch gesehen sollen Rehabilitanden in noch intensivmedizinisch behandlungsbedürftigem Zustand oder kritischer Krankheit zu einem Status geführt werden, der sie nach Überwindung dieser Situation zu einem Gewinn an Gesundheit und Lebensqualität führt. Darin eingeschlossen ist naturgemäß auch die Beherrschung von Notfallsituationen mit allen sich ergebenden therapeutischen Konsequenzen.

Aufnahmekriterien

Entsprechend der o.g. allgemeinen Indikation werden nach individueller Abklärung folgende zur Rehabilitation fähigen Rehabilitanden aufgenommen:

  • Beatmungspflichtige Rehabilitanden mit pulmonaler Grunderkrankung wie z.B. COPD, Lungengerüsterkrankungen nach Dekompensation oder Exazerbation im Rahmen eines Infektesoder bei primärer Beatmungspflichtigkeit oder
  • Rehabilitanden mit kardialer Grunderkrankung und sekundärer Beatmungspflichtigkeit
  • BeatmungsRehabilitanden nach chirurgischer Erkrankung und unzureichendem Weaningfortschritt, z.B. nach großen abdominellen Operationen oder schweren Unfällen (Polytrauma) nach Abschluss der chirugischen Behandlung
  • BeatmungsRehabilitanden mit neurologischer Grunderkrankung nach Unfällen (SHT), Blutung oder Apoplexie oder entzündlichen Erkrankungen
  • Intensivpflichtige VerbrennungsRehabilitanden nach abgeschlossener chirurgischer Versorgung
  • TISS-Gruppen I bis III
Ausschlussgründe zur Aufnahme von Rehabilitanden
  • infauste Prognose ohne Reha-Fähigkeit
  • Präfinales Stadium
  • Erkrankungen des Nervensystems mit sekundärer Beatmungspflichtigkeit und zu erwartendem progredienten Verlauf
  • Septische Krankheitsbilder
  • HB<10 g% bei Hauptdiagnose COPD
  • Körpergewicht > 170 kg (aus technischen Gründen)
  • Dekubitus IV°
Keine Ausschlusskriterien zur Aufnahme bilden
  • MRSA/MRSE/ESBL
  • Laufende antibiotische und/oder antimykotische Therapie
  • Hämodialyse nach vorheriger Absprache und Sicherung der Kostenübernahme durch den Kostenträger

Die Indikation zur Aufnahme soll in einem ärztlichen Vorgespräch zwischen verlegender Klinik und uns möglichst bettseitig besprochen werden. Daraus resultiert der maximale Umfang der intensivmedizinischen Versorgung, mit dem ein zur Verlegung anstehender Patient aufgenommen werden kann:

  • Kontrollierte Beatmung unter Analgosedierung oder wach,alle Spontanatmungsverfahren, invasiv und nicht invasiv
  • ZVK, parenterale Ernährung
  • Alle Formen der enteralen Ernährungstherapie
  • Invasive arterielle Druckmessung
  • Katecholamine: keine
  • Drainagen und Katheter aller Art
  • Intermittierende Dialyse
Sonderleistung n. Rücksprache

Beatmungspflichtige Rehabilitanden mit unsicherer Prognose mit palliativ-medizinischem Schwerpunkt werden aufgenommen, wenn bei fehlender Reha-Fähigkeit kurzfristig eine Überleitung in die beatmete Phase F angestrebt wird

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